Neue Infotafel zu Frankfurts Mäzen Arthur von Weinberg

umgesetzt auf Anregung von Cary Drud

Niederrad – Nur eine alte überwachsende Bronzetafel erinnerte bisher in der Buchenrodestraße an die Villa von Arthur von Weinberg (1860-1943), sagte aber wenig über das Leben des Frankfurter Ehrenbürgers aus. Zudem beschrieb sie die Lage seiner Villa eher ungenau und missverständlich. Auf Anregung von Anregung von Cary Drud  (Bündnis 90/Die Grünen im Ortsbeirat 5) wird die alte Tafel jetzt um eine weitere Infotafel ergänzt – mit Mitteln aus dem Budget des Ortsbeirates und mit der Hilfe von Stadtteilhistoriker Dieter Wesp. Nun erfahren Betrachtende auch wichtige Informationen aus dem Leben und der Enteignung von Weinbergs. Unter anderem, dass die Villa Buchenrode 1908 errichtet wurde und dass Arthur Weinberg zusammen mit seinem Bruder Carl (1841-1943) die Farbstofffabrik Cassella in Frankfurt-Fechenheim leitete, den Physikalischen Verein, den Zoo, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, das Städel und die Universität in Frankfurt förderte. 

Der Chemiker und Mäzen jüdischer Herkunft wurde 1938 im Nationalsozialismus gezwungen, seine Villa weit unter Wert zu verkaufen und starb 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt. Möglicherweise hat Baustadtrat Adolf Miersch persönlich Arthur von Weinberg aus seiner Villa vertrieben. „Daher sollte eigentlich die Adolf-Miersch-Siedlung in Niederrad umbenannt werden“, findet Graf von Montgelas. https://www.fnp.de/frankfurt/noch-eine-infotafel-um-dem-grossen-frankfurter-maezen-gerecht-zu-werden-91660907.html